Branchenbeispiele

Druck- und Papiergewerbe

Druck- und Papiergewerbe

In der Druckindustrie werden verschiedene Druckverfahren verwandt: Hochdruck, Tiefdruck, Steindruck, Siebdruck, Offsetdruck.

Mit Tiegeldruckpressen und Schnellpressen, auf denen die Druckformen eben oder zylindrisch angebracht sind, wird vom Stapel gedruckt. Das bedeutet, daß das zu bedruckende Papier vorher zugeschnitten wird.

Dagegen läuft bei Rotationsdruckmaschinen das zu bedruckende Papier von einer Rolle ab.

Bevor allerdings mit dem Druck begonnen werden kann, muß das Bildmaterial reproduziert werden. Die Reproduktionstechnik ist der Sammelbegriff für jegliche Verfahren zur Wiedergabe von ebenen Originalen mit Hilfe fotografischer, photomechanischer oder chemigrapfischer Mittel.

Darüber hinaus müssen die Texte zu einem Satz zusammengestellt werden. Dabei kann die Satzherstellung entweder von Hand oder maschinell erfolgen. Während in der veralteten Form Einzelbuchstabensetzmaschinen (Monotype) im Maschinensatz Anwendung fanden, wird heute noch viel mit Zeilensetzmaschinen (Linotype) gearbeitet. Außerdem gibt es Licht- und Photosatzmaschinen.

Seit die Datenverarbeitung in die Druckindustrie eingezogen ist, wird die modernste Form bevorzugt: der Computersatz (Desktop-Publishing).

Diese Betriebe gegen technische Risiken zu versichern ist eine existenzerhaltende Maßnahme und wird durch einen Versicherungsmakler in Ihrer Nähe gewährleistet.


Versicherbare Maschinen in der
Druck- und Papierindustrie
Versicherbar nach
Druck-, Schnellpressen, Zylinderautomaten AMB 91
Offset- und Bogenrotationsmaschinen AMB 91
Stanzen, Setzmaschinen, Prägepressen AMB 91
Rollenrotationsmaschinen AMB 91
Reproduktions- u. Vervielfältigungsapparate AMB 91
Schneidemaschinen, Scheren AMB 91
Tiegeldruckmaschinen, Siebdruckmaschinen AMB 91
Reprokameras ABE
Computersatz mit Software ABE
Gabelstapler ABMG 92

Schadenbeispiele (in EURO umgerechnet)

1.) Offsetdruckmaschine (Schadenhöhe: 1.849, 84 €)

2.) Bogenrotationsdruckmaschine (Schadenhöhe: 3.233, 90 €)

3.) Einfarbendruckmaschine (Schadenhöhe: 8.525, 75 €)

4.) Siebenfarben-Tiefdruckrotationsmaschine (Schadenhöhe: 903, 75 €)

5.) Zweifarben-Bogen-Offsetmaschine (Schadenhöhe: 4.027, 68 €)

6.) Offsetdruckmaschine (Schadenhöhe: 3.527, 90 €)

7.) Offsetdruckmaschine (Schadenhöhe: 2.351, 93 €)

8.) Totalschaden eines Glättwerks einer Papierfabrik (Schadenhöhe: 628.885, 80 €)


1.) Offsetdruckmaschine

Schadenhöhe: 1.849, 84 €

Die Zonenschrauben wurden falsch eingestellt. Dadurch erhielt der Farbduktor so tiefe Einlaufspuren, daß kein Nachschleifen mehr möglich war. Der Farbduktor, die Steuerlamellen und die Messer mußten ausgetauscht werden. Der versicherte Austauschschaden betrug 1.849, 84 €. Die Messer konnten bedingungsgemäß nicht gezahlt werden, sie sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.


2.) Bogenrotationsdruckmaschine

Schadenhöhe: 3.233, 90 €

Der neue Mitarbeiter befestigte beim Wechsel eines Gummituches die Spannschiene nicht ordnungsgemäß.

Als die Maschine zum Anlaufen gestartet wurde, ist das Gummituch aus seiner Halterung gerutscht. Dabei wurde der Plattenzylinder derart beschädigt, daß dieser ersetzt werden mußte.


3.) Einfarbendruckmaschine

Schadenhöhe: 8.525, 75 €

Die Unvorsichtigkeit eines Mitarbeiters verursachte, daß zwei ineinanderlaufende Walzen den zur Farbauffrischung verwendeten Spachtel erfaßten und diesen in den Walzenstuhl zogen. Dabei verklemmte sich der Spachtel im Bestäubergestänge, was zur Folge hatte, daß die Auslegerketten aufliefen und die Maschine festfuhr.


4.) Siebenfarbentiefdruckrotationsmaschine

Schadenhöhe: 903, 75 €

Durch einen abgebrochenen konischen Paßstift war die Rakelwinkelverstellung außer Kraft gesetzt.


5.) Zweifarben-Bogen-Offsetmaschine

Schadenhöhe: 4.027, 68 €

Ein Papierstau am Druckzylinder verursachte eine Verbiegung der Greifer und der Greiferwelle.


6.) Offsetdruckmaschine

Schadenhöhe: 3.527, 90 €

Ein Mitarbeiter spannte eine zu große Menge Papier ein. Dadurch brachen die Greifer und mußten ausgewechselt werden.


7.) Offsetdruckmaschine

Schadenhöhe: 2.351, 93 €

Während des laufenden Druckvorgangs brach eine Kettenführungsrolle. Dadurch verdrehte sich die Kette, die dem Antrieb der Auslagegreifer dient, und führte zum Bruch weiterer Greifer.


8.) Totalschaden eines Glättwerks einer Papierfabrik

Schadenhöhe: 628.885, 80 €

Die betriebseigene Werkstatt einer Papierfabrik sollte das Glättwerk der Beschichtungsanlage überholen.

Im Rahmen dieser Maßnahme mußten die beiden Hartgußwalzen mit Durchmessern von 440 mm und 500 mm ausgebaut werden. Sie sollten in einen Fachbetrieb verbracht werden, der sie überschleifen und zu polieren sollte.

Nachdem die Teile abschließend zusammengebaut waren, sollte das Glättwerk mit einem Transportwagen zur Papiermaschine zurückgebracht werden. Durch einen innerbetrieblichen Vorgang bedingt, benötigte man den Transportwagen dringend anderweitig und lud daher das Gerät kurzerhand in der Werkstatt wieder ab. Man stellte es auf Stahlplatten und einem Doppel-T-Träger ab.

Als später der Ladevorgang wiederholt werden sollte, wurde das Glättwerk mit dem Hallenkran einseitig angehoben, wobei es auf der Antriebsseite vom Doppel-T-Träger rutschte, so daß der Fuß des Walzenständers aufschlug und abbrach. Dadurch verzog sich die gesamte Konstruktion: Die 500 mm-Unterwalze brach etwa 350 mm von der Bedienerseite entfernt am Ende des eingesetzten Stahlzapfens. Darüber hinaus kam es zu Rissen im bedienerseitigen Walzenständer und zu Brüchen in den Lagerungen der Walzen.

Durch die von vornherein erkennbare Schadenhöhe wurde ein Totalschaden festgestellt.

Um ein neues Glättwerk zu liefern, wäre eine Lieferzeit von 8 Monaten erforderlich gewesen. Um die Ausfallzeit zu verringern - es bestand eine Maschinen-Betriebsunterbrechungsversicherung und der Firmeninhaber hatte Aufträge für wichtige, unwiederbringbare Kunden zu erledigen - , wurde ein gebrauchtes, aber neuwertiges Glättwerk gekauft und den örtlichen Gegebenheiten angepaßt. Durch diese im Interesse aller Beteiligten bestehenden Maßnahme, verringerte sich die Ausfallzeit auf insgesamt vier Monate.

Trotzdem entstand für die Maschinenversicherung ein Schaden von 265.000 € und für den Unterbrechungsschaden von 350.000, -- €.

 
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