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gebrauchte US-Policen

Investitionen in gebrauchte amerikanische Risikolebensversicherungen erfreuen sich steigender Beliebtheit. Welche Vorteile bietet diese Anlageform? Auf welche Dinge müssen deutsche Anleger achten?

Seit einiger Zeit sind Zuwachsraten im Handel mit US-Gebrauchtpolicenfonds zu verzeichnen. Nach einer Studie des Beratungsinstituts Conning Research & Consulting sind die Umsätze mit diesen Zweitmarkt-Policen von 50 Millionen Dollar im Jahr 1990 auf inzwischen mehr als zwei Milliarden Dollar gestiegen. Und für die kommenden Jahre werden weitere deutliche Steigerungen erwartet.

Schwankungsfreie Renditen zwischen zehn und 14 Prozent werden prognostiziert, das Auf und Ab von Zinsen und Aktienkursen kann Anleger unberührt lassen, denn das Investment hat mit den Kapitalmärkten wenig zu tun: Die Rendite der Fonds hängt nur davon ab, ob die Lebenserwartung der Versicherten richtg eingeschätzt wurde. Um dabei eine hohe Treffsicherheit zu gewährleisten, prüfen - teils vom Versicherungsmarkt Lloyds of London zertifizierte - neutrale Gutachter die anonymisierten gesundheitlichen Daten der Versicherten.

Das System funktioniert folgendermaßen: Es werden systematisch US-Risikopolicen erworben, bei denen die Ablaufleistung zu 100 Prozent vertraglich garantiert ist. Hierbei werden Todesfallleistungen von Versicherten erworben, deren ursprünglicher Absicherungsgrund weggefallen ist oder die die Policen aus Kostengründen nicht weiterführen wollen. Denn diese Policen wurden oft abgeschlossen, um die Familie oder eine Hypothek abzusichern. Fällt dieser Absicherungsgrund weg, ist der Verkauf die wirtschaftlich sinnvollste Möglichkeit, da die Policen keine Rückkaufswerte besitzen und sonst nur gekündigt werden können.
Dabei wird darauf geachtet, dass die Policen eine prognostizierte Restlaufzeit zwischen zwei und acht Jahren haben.

Der Fonds wird unwiderruflich Begünstigter, zahlt die laufenden Prämien bis zum Auszahlungszeitpunkt weiter und vereinnahmen schließlich die Ablaufleistung. In 2003 wurden noch 50 % aller Risikopolicen in den USW vorab gekündigt. Der Zweitmarkt hat sich deshalb entwickelt, weil ein Rückkaufswert der Risikopolicen nahe Null liegt und ein Verkauf für den Policeninhaber die wirtschaftlich sinnvollste Alternative ist. Da lediglich abgezinste Zahlungsverpflichtungen, meist von bonitätsstarken Versicherungen erworben werden, handelt es sich um ein gegenüber anderen Investmentformen sicheres, Konjunktur unabhängiges Investment.

Bislang waren diese Erträge in Deutschland weitgehend steuerfrei. Es ist jedoch das vorläufige steuerliche Aus für Fonds, die im Zweitmarkt für US-Lebensversicherungen investieren, zu befürchten. Denn die die Einkommenssteuer-Referatsleiter des Bundes und der Länder vertreten laut einer Ausgabe der Zeitschrift "Der Betrieb" "mehrheitlich die Auffassung", dass solche Fonds gewerbmäßig tätig sind. Eine "Verkaufsoption" sei in der Beschreibung dieses Fondskonzeptes nicht enthalten. Damit dürften sämtliche Fonds, die am US-Markt investieren, als gewerblich eingestuft werden, wie bereits seit dem Bekanntwerden eines internen Protokolls des Bundesfinanzministeriums (BMF) im April 2004 zu vermuten war.

 
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