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Venture Capital Fonds

Was ist Venture Capital und Private Equity?

Beim Venture Capital Fonds werden bei junge Unternehmen Beteiligungen erworben, die nicht oder noch nicht börsennotiert sind. Dadurch wird das Investment weitestgehend unabhängig vom Auf und Ab des Börsengeschehens.

Der größte Teil des verfügbaren Kapitals wird in Unternehmen der Computer/IT-, Biotechnologie- oder Medien-Branche investiert. Aus steuerlichen Gründen erfolgt das Investment i.d.R. in Dachfonds (Beteiligung an mehreren einzelnen Fonds) über eine Anlagedauer von 10 Jahren.
Nach einigen Jahren, wenn die Unternehmen Gewinne erwirtschaften, sollen die Geschäftsanteile mit hohem Gewinn verkauft werden.

Ein Investment in Venture Capital Fonds bietet hohe Chancen innovativer Unternehmen - aber auch ein extrem hohes unternehmerisches Risiko. Daher ist eine Investition nur für sehr risikofreudige Anleger interessant, die aber trotz Risikofreude nie mehr als 5 - 10 Prozent des Gesamtvermögens in solche Risikokapital-Fonds investieren sollten.

Unter Private Equity versteht man reifere, bereits gewachsene Unternehmen, die meist schon die Gewinnzone erreicht haben oder kurz davor sind, sowie etablierte Unternehmen, bei denen in irgendeiner Form ein "Buy out" statt findet - die allerdings (noch) nicht börsennotiert sind.
Unter Einbezug dieses schon reiferen Teilbereichs des nicht-börsennotierten Marktes sinkt natürlich das Risiko der Fonds, als wenn nur "Venture Capital" drin ist.

In der Vergangenheit konnten außerordentlich hohe und, bei guter Streuung, stabile Wertgewinne verzeichnet werden, die die meisten Aktienfonds hinter sich lassen konnten. Allerdings wurde ob der wirtschaftlichen Lage der Jahre 2001 - 2004 nur in sehr genau geprüfte Unternehmen investiert bei gleichzeitiger Steigerung des Risikopotentials, da sich immer genügend Unternehmen finden lassen müssen, in die investiert werden kann. So brachen die Investments mit Zusammenbruch des "Neuen Marktes" in 2001 ein und die Anbieter konnten gerade einmal ein Drittel des Vorjahresergebnisses einsammeln.

Steuerliche Behandlung

Seit 2002 müssen Ausschüttungen nicht mehr versteuert werden. Somit muß der Gewinn aus dem Verkauf von Beteiligungen nicht mehr versteuert werden. Dem gegenüber heißt es aber auch, dass Verluste in der Investitionsphase zu keinen Verlustzuweisungen mehr führen.  

Risiken und Chancen

Die Hauptrisiken bestehen in der falschen Einschätzung des Potentials des infrage kommenden Unternehmens. Ähnlich wie bei einem Medienfonds ist nicht vorhersehbar, wie sich das Unternehmen entwickelt. Daher sollte die Mischung des bestehenden Vermögens genau analysiert werden, um zu entscheiden, ob ein VC Fonds in Ihr Konzept passt.
Ein solches Investment sollte kritisch betrachtet werden, wenn es um Ansparziele wie Rentenvorsorge handelt, da ein Totalverlust nicht ausgeschlossen werden kann.

Experten schätzen die Zukunftsaussichten für Venture-Capital-Beteiligung dennoch gut ein. Die restriktive Kreditvergabe der Banken (Basel II) zwingt mittelständische Unternehmer, sich stärker durch privates Kapital zu finanzieren. Dies eröffnet neue Chancen.

Unternehmerisches Risiko ist extrem hoch

Anleger sollten die Bezeichnung "Risiko- bzw. Wagniskapital" sehr ernst nehmen. Unternehmerische Fehlentscheidungen können im schlimmsten Fall zu einem Totalverlust führen. Das unternehmerische Risiko ist somit extrem hoch. Venture Capital Fonds sind daher nur etwas für sehr Risikofreudige, die im Extremfall auch einen Totalverlust verschmerzen können und das investierte Kapital nicht zur Existenzerhaltung brauchen.

Entscheidend ist, ob Anbieter ihr Geschäft wirklich verstehen und die richtigen vielversprechenden Unternehmen auswählen, in die das Wagniskapital gesteckt wird.
Und weil es bei Venture-Capital-Fonds ganz entscheidend auf Erfahrung und persönliche Kontakte ankommt sind die handelnden Personen wichtig. Anleger sollten daher folgende Fragen eindeutig klären:

  1. Wer sind die Partner, mit denen die Gesellschaft zusammenarbeitet?
  2. Verfügen die maßgeblichen Personen über ausreichende Management-Erfahrung in ihrem Bereich?
  3. Wer ist für das Anlagemanagement verantwortlich?
  4. Welche Konditionen, Gebühren und Gewinnbeteiligungsmodelle sind Vertragsgegenstand?
 
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