Vorsorge

Riester-Rente

Änderungen bei der Riester-Rente sollen sie attraktiver machen

Der Staat fördert seit 2002 die private Altersvorsorge mit einer pauschalen Zulage. Die so genannte Riester-Rente ist nach Meinung von Experten gerade für Empfänger kleinerer und mittlerer Einkommen ratsam, insofern sie sich in der Lage sehen, monatlich vier Prozent des Bruttogehalts zu sparen.

Bislang haben sich die "Riester"-Rentenverträge nicht gerade zum "heißen Tipp" entwickelt. Neben ihrer komplizierten Ausgestaltung waren auch die fehlende Übertragbarkeit und Vererblichkeit Grund für die bundesweite Zurückhaltung.

Mit dem Alterseinkünftegesetz vom 5.7.2004 wurden Verbesserungen für Anbieter und Anleger eingeführt, die für Neuverträge ab dem 1.1.2005 gelten. für Altverträge mit Vertragsabschluss vor dem 1.1.2005 können die geänderten Bestimmungen ganz oder teilweise ebenfalls einvernehmlich zwischen Anbieter und Anleger übernommen werden, ohne dass es eine erneute Zertifizierung des Altersvorsorgevertrages erforderlich ist.

Weitere Informationen zu diesem Thema enthält der Beitrag:

  • "Riester-Rente" - aktuelle Änderungen 2005
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    Wichtige Informationen zur Riester-Rente

    2004 und 2005 bekommt jeder Riester-Sparer vom Staat 76 Euro jährlich dazu. für jedes Kind gibt es noch einmal 76 Euro. Ab 2006 beträgt die Förderung schon 114 Euro je Arbeitnehmer und Kind, bis sie 2008 den Endbetrag von 154 Euro erreicht.

    Ziel der Rentenreform ist es, die Alterssicherung zukunftsfähig zu machen und auf die demografische Entwicklung vorzubereiten.

    Es geht um eine langfristig sichere und bezahlbare Alterssicherung. Das bedeutet: Die heutigen und künftigen Beitragszahler dürfen nicht überfordert und das Leistungsniveau muss auch für die künftigen Rentnerinnen und Rentner auf angemessenem Standart gehalten werden.

    Der Beitragssatz zur Rentenversicherung bleibt danach bis zum Jahre 2020 unter 20 Prozent und steigt trotz der abzusehenden demographischen Entwicklung bis zum Jahre 2030 nicht über 22 Prozent.

    Das Rentenniveau soll 2030 zwischen 67 und 68 Prozent liegen. Zudem wird der ergänzende Aufbau eines kapitalgedeckten Altersvorsorgevermögens staatlich massiv gefördert - mit dem größten Programm zum Aufbau von Altersvorsorgevermögen, das es je gab.

    Am 11. Mai 2001 hat der Deutsche Bundestag mit seinen entsprechenden Mehrheiten die Einführung der neuen Rente beschlossen.

    Das Altersvermögensgesetz regelt folgende Bereiche:

    • Mit dem Aufbau einer zusätzlichen kapitalgedeckten Altersvorsorge wird die Alterssicherung auf eine breitere finanzielle Grundlage gestellt. Diese ermöglicht, den im Erwerbsleben erreichten Lebensstandard im Alter beibehalten zu können.
    • In das Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) wurde ein individueller Anspruch des Arbeitnehmers auf betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung mit sofortiger gesetzlicher Unverfallbarkeit aufgenommen.
    • Um verschämte Armut insbesondere im Alter zu verhindern, wird eine Bedarfs orientierte Grundsicherung eingeführt.
    • Die Rentenversicherungsträger werden in Zukunft allen Versicherten jährlich Informationen über den Stand ihrer Rentenanwartschaften zusenden.

    Im zustimmungsfreien Altersvermögensergänzungsgesetz sind folgende Bereiche geregelt:

    • Die Rentenanpassung orientiert sich wieder an der Lohnentwicklung. Mit der veränderten Anpassungsformel wird zugleich gewährleistet, dass für die heutigen Rentner und Rentnerinnen und die Rentenzugänge ein einheitliches Rentenniveau gewährleistet ist.
    • Die Witwen- und Witwerrenten werden reformiert und um eine Kinderkomponente ergänzt. Dabei können die Pflichtbeitragszeiten in den ersten 10 Lebensjahren eines Kindes bis zu 50% höher als nach geltendem Recht bewertet. Ehegatten erhalten die Möglichkeit, ihre in der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche partnerschaftlich aufzuteilen.
    • Die rentenrechtliche Absicherung jüngerer Versicherter mit lückenhaften Erwerbsverläufen wird verbessert.
    • Die für die gesetzliche Rentenversicherung vorgesehenen Reformmaßnahmen werden auf die Alterssicherung der Landwirte übertragen. Die wirkungsgleiche Übertragung auf die Beamtenversorgung ist nach einem anschließendes Gesetzesvorhaben ebenfalls aufgenommen worden.

     

    Magere Bilanz bei Riester-Renten

    In den Jahren 2003 und 2004 hat sich die Zahl der Vertragsabschlüsse deutlich abgeschwächt. Laut Branchenangaben hatten bis Ende 2003 3,5 Millionen der 30 Millionen anspruchsberechtigten Menschen einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Der Grund für die eher magere Bilanz ist nach einhelliger Expertenmeinung der bisher zu hohe bürokratische Aufwand.

    Weniger Zertifizierungskriterien

    Die Kritik hat der Gesetzgeber aufgenommen und die Riester-Rente vereinfacht. Wesentlich ist hier, dass sechs der elf so genannten Zertifizierungskriterien wegfallen. So gilt derzeit noch die Vorschrift, die Riester-Rente nur in monatlichen Raten auszuzahlen. Das Alterseinkünftegesetz erlaubt künftig, zu Beginn der Auszahlungsphase 30 Prozent des angesparten Kapitals zu entnehmen. Weiterhin müssen die Versicherungen nicht mehr die Rückzahlung aller eingezahlten Beiträge garantieren, sondern können diese Sicherheit auf bis zu 85 Prozent senken.

    Informationspflichten für Versicherer neu geregelt

    Der Staat hat bisher auch kleinlich bis ins Detail geregelt, über welche Inhalte die Versicherungen jährlich zu informieren haben. Ab 2005 wurde dieser Forderungskatalog, der Verwaltungskosten mit sich bringt und die Rendite schmälert, kleiner:
    Ein Altersvorsorgevertrag muss folgende jährliche Informationspflichten nicht mehr enthalten, um die Riester-Zertifizierung zu erhalten:
    • Verwendung der Beiträge
    • bisher gebildetes Kapital
    • die erwirtschafteten Erträge

    Der Gesetzgeber hat dagegen die Informationspflicht, inwieweit der Versicherer ethische, soziale und ökologische Belange bei der Anlage berücksichtigt, strenger geregelt. Zudem müssen die Anbieter die jährliche Übersicht über Verwaltungskosten sowie über angesparte Beiträge und Erträge transparenter gestalten.

    Weitere Erleichterungen für Arbeitnehmer

    Riester-Sparer müssen seit 2005 Änderungen beim Einkommen dem Versicherer nicht mehr mitteilen. Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) erledigt das. (Änderungen bei Familienstand und SV-Status müssen weiterhin unverzüglich mitgeteilt werden). Zudem verlangt das Finanzamt den Antrag auf staatliche Zulage nur noch einmalig. Der Arbeitnehmer kann einen so genannten Dauerzulageantrag bei seiner Versicherung stellen. Bisher wollten die Beamten jedes Jahr einen neuen Antrag sehen. Dadurch verzögerten sich die Zahlungen der staatlichen Zulagen.

    Gleichberechtigung nun auch bei der Riester Rente (UnisexTarife)

    Eine neu eingebrachte Regelung dürfte kaum größeren bürokratischen Aufwand machen, denn ab 2006 herrscht auch bei der Riester Rente Gleichberechtigung. Dann sind die Versicherer dazu verpflichtet, ausschließlich so genannte Unisex-Tarife anzubieten, die einen einheitlichen Preis für beide Geschlechter vorsehen. Derzeit stufen die Versicherungen Frauen aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung in einen wesentlich teueren Tarif ein, so dass sie für die gleichen Eigenbeiträge und staatlichen Zulagen weniger monatliche Rente bekommen als Männer.

     
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