Schadenservice
Informationen zu Schadensvorbeugung in der technischen Versicherung

Notfallplanung Explosion

Erstmaßnahmen allgemein

Explosionen, gleich welcher Ursache, z.B. als Folge von Verpuffung, eines Brandes von explosiven Stoffen oder krimineller Willkür, haben neben den physischen Zerstörungen unter Umständen auch Folgen, die mit Brand- oder Wasserschäden verbunden sind. Diese ziehen entsprechenden Sanierungsbedarf nach sich.

Außerhalb des Explosionszentrums sind vor allem Kontaminationen durch Staub und/oder Glassplitter relevant. Im Schadenfall gilt es die Schadenfolgen umfassend zu beseitigen. Was Spezialfirmen (z. B. Fa. BELFOR) Ihnen anbieten sollten:

  • Einsatzbereitschaft - In der Lage zu sein, bei Schäden jeder Größenordnung in kürzester Zeit angemessene personelle und materielle Ressourcen einzusetzen und 365 Tage im Jahr rund um die Uhr erreichbar zu sein.
  • Schadenstabilisierung - Schutzmaßnahmen gegen Kontaminationsverschleppung unverzüglich auszuführen.
  • Beratung über Möglichkeiten zur raschen Wiederherstellung Ihrer Betriebsanlagen durch Sanierung.
  • Staub- und Splitterentfernung - Die umfassende Beseitigung aller schadenbedingten Kontaminationen in Gebäuden, an Maschinen und Elektronik sollte eine Kerndienstleistung darstellen. Bei der Sanierung von Maschinen und Geräten, zerlegen sie soweit notwendig, reinigen, und montieren fachgerecht wieder zu funktionsfähigen Anlagen.
  • Projekttransparenz - Ein professionelles Projektmanagement sollte Ihnen zu jederzeit einen umfassenden Überblick über den Stand der Arbeiten und die Entwicklung des Projektes geben.
 

Erstmaßnahmen bei Gebäuden

Nach Schadenfällen an Gebäuden können durch Nichtdurchführen von Erstmaßnahmen zur Schadenstabilisierung erhebliche Zusatzkosten dadurch entstehen, dass zur Schadenbehebung ein deutlich größerer Aufwand notwendig wird. Hinzu kommen mögliche Gefährdungen von Menschen und Umwelt, wenn toxische oder umweltbelastende Stoffe durch das Schadenereignis freigesetzt wurden. Dies können z.B. Dioxine oder Furane als Gefahrstoffe für Menschen oder Schwermetalle, Öle etc. für die Umwelt sein.

Die Einleitung sinnvoller Erstmaßnahmen erfordert daher Kenntnisse über ein mögliches Gefährdungspotential. Weiterhin muss die Schadenstelle behördlich freigegeben sein, damit in enger Abstimmung mit dem Gebäudenutzer die folgenden Maßnahmen eingeleitet werden können.

Allgemein gilt, sofern noch nicht geschehen:

  • Einsturzgefährdete Bereiche absichern.
  • Klimaanlagen, Gas- und Druckluftversorgung sowie Stromversorgung außer Betrieb nehmen.
  • Verschließen von Abfluß- oder Kanalöffnungen zum Schutz gegen schadstoffhaltige Flüssigkeiten.
  • Eventuelle Abplanung von Bodenflächen und Bau von Barrieren zur Vermeidung der Umweltgefährdung.
 

Erstmaßnahmen bei Maschinen

Während eines Brandes entstehen in den meisten Fällen durch Abbrand von PVC-haltigen Materialien wie Elektrokabeln, Verkleidungen usw. Chlorwasserstoffgase, die zusammen mit der Umgebungsfeuchte als Salzsäure kondensieren. Bei Überdruck im Brandraum, der bei nicht genügendem Rauchabzug entsteht, dringen die Brandgase auch in geschlossene Geräte ein. Das heißt, dass im inneren Bereich von Maschinen und Bearbeitungszentren, z.B. auf Wellen, Spindeln, Lagern und allen metallisch blanken Teilen, eine gleichmäßige Kontamination stattfindet. Die Halogenwasserstoffsäuren erzeugen nun auf Metallen massive Korrosionen, die in Verbindung mit Luftfeuchtigkeit eine ständige fortschreitende Korrosionsreaktion hervorrufen.

Es ist daher unbedingt erforderlich, schnellstmöglich Schadenbegrenzungsmaßnahmen durchzuführen, um die mögliche Wiederherstellung von technischen Einrichtungen nicht durch erhebliche Mehrkosten wie irreparable Korrosionsschäden an metallischen Teilen zu belasten.

Allgemein gilt, sofern noch nicht geschehen:

  • Einsturzgefährdete Bereiche absichern.
  • Maschinen und Produktionsanlagen sofort abschalten.
  • Klimaanlagen, Gas und Druckluftversorgung sowie Stromversorgung außer Betrieb nehmen.
  • Keine Funktionstests vornehmen.
  • Zustand dokumentieren
 

Erstmaßnahmen bei Elektronik

Die hauptsächlichen Gefahren für elektrische und elektronische Anlagen und Geräte resultieren aus der aggressiven Charakteristik des Korrosionsprozesses und aus der Leitfähigkeit der Beläge in Verbindung mit elektrischer Spannung. Deshalb müssen nach jedem Schadenereignis folgende Erstmaßnahmenschritte unmittelbar eingeleitet werden:

Allgemein gilt, sofern noch nicht geschehen:

  • Einsturzgefährdete Bereiche absichern.
  • Alle Anlagen und Geräte unverzüglich abschalten. Sie dürfen auch nicht zu Testzwecken wieder unter Spannung gesetzt werden.
  • Verbliebene Rauchgase ins Freie ableiten (Öffnen von Fenstern, Außentüren, Rauchabzugsklappen etc.).
  • Die Schadenstelle so absichern, dass sich Unbefugte keinen Zutritt verschaffen können.
  • Abschottung gegen weiteren Wassereinbruch und Absenkung der rel. Luftfeuchtigkeit unter 40% durch Trocknung

Mit freundlicher Genehmigung von

Belfor relectronic http://www.belfor.com

 
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